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Earth Day 2022: Slow Fashion vs. Fast Fashion – das macht den Unterschied

Trends jagen Trends, Kollektion folgt auf Kollektion – neue Kleidung wird gekauft, während parallel alte Kleidung weggeworfen wird. Die Schnelllebigkeit der heutigen Fast Fashion-Industrie hat schon lange dafür gesorgt, dass Kleidungsstücken kaum noch die Wertschätzung entgegengebracht wird, welche sie eigentlich verdient hätten. Auch das Thema Nachhaltigkeit gerät dabei immer mehr in den Hintergrund. Strikt gegen diese Entwicklung stellt sich die Slow Fashion-Bewegung. Den Earth Day am 22. April unter dem Motto „Deine Kleider machen Leute“ möchten wir uns zum Anlass nehmen, das Thema „Slow Fashion“ in den Fokus zu rücken.

Die Fast Fashion

Fast Fashion gibt es beinahe schon immer, doch insbesondere das Jahr 2013 hat dafür gesorgt, dass das Thema seinen Weg in die öffentliche Diskussion gefunden hat. Am 24. April 2013 stürzte die Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch ein. Mehr als 1.000 Menschen verloren dabei ihr Leben. Die Missstände der Fast Fashion Branche rückten in den Fokus.
Das Problem: Neben den klassischen zwei Kollektionen pro Jahr gibt es in der Fast Fashion teilweise über 20, so die Verbraucherzentrale in Hamburg. Greenpeace kritisiert zudem: „Deutsche Verbraucher kaufen im Schnitt 60 Kleidungsstücke pro Jahr – tragen diese allerdings nur noch halb so lang wie vor 15 Jahren“. Weiterhin hat sich der Kleidungskonsum zwischen dem Jahr 2000 und 2015 verdoppelt und soll dies auch bis 2030 ein weiteres Mal tun. Laut earthday.org ist die Fashion Industrie außerdem für 8% der Treibhausgasemissionen verantwortlich.

Das Problem an Fast Fashion

Das Motto „immer schneller, immer mehr“ sorgt zwangsläufig dafür, dass an anderer Stelle gespart werden muss. So spielt dabei die Umwelt eher eine beiläufige Rolle, genauso wie das Wohlergehen und die sozialen Bedingungen der Arbeiter:innen. Giftige Chemikalien, die bei der Herstellung der Produkte eingesetzt werden, schaden nicht nur den Menschen vor Ort, sondern auch der Umwelt, indem diese sowohl in Luft als auch Wasser abgegeben werden. Häufig werden solche Massenproduktionen in Billiglohnländer ausgelagert, in welchen der Monatslohn nicht einmal die Grundsicherung der Arbeiter:innen abdeckt. Die Covid-19-Pandemie hat diese Situation nicht verbessert, ganz im Gegenteil: Aufgrund mangelnder Aufträge wurden viele Näher:innen entlassen.

Slow Fashion als Gegenbewegung

Ganz im Gegensatz zur Fast Fashion bedeutet Slow Fashion bewusste und nachhaltige Mode. Mensch und Umwelt werden in einen anderen Fokus gerückt. Von der umweltschonenden Herstellung über die sorgefältige Auswahl der Rohstoffe bis hin zur nachhaltigen und langlebigen Verarbeitung – all dieser Schritte ist sich die Slow Fashion bewusst. Aber auch das Kleidungsstück an sich und das Konsumverhalten der Einzelnen spielen eine wichtige Rolle. Es geht eben nicht immer darum, dem neusten Trend nachzujagen, sondern darum, Kleidungsstücke lange zu tragen, zu pflegen, upzucyceln oder sie zum Beispiel weiterzugeben.

CARL GROSS & Slow Fashion

In puncto Nachhaltigkeit ist CARL GROSS noch lange nicht perfekt! Dennoch bemühen wir uns, mit jedem Schritt, weiter in eine nachhaltige Zukunft zu gehen. Schon jetzt werden Materialien sorgsam eingesetzt. Wir achten auf Naturmaterialien, welche wiederverwendbar, recycelbar und kompostierbar sind. Der Einsatz von Chemikalien unterliegt sehr strengen Richtlinien. Der lange Lebenszyklus unserer Produkte wird durch eine qualitativ hochwertige Verarbeitung garantiert und bereits jetzt wird die immer mehr an Bedeutung gewinnende Linie CONCEPT GREEN ausschließlich in Europa gefertigt. Letzteres hilft dabei, lange Transportwege zu vermeiden. Bei unseren Verpackungen setzen wir auf anteilig recyceltes Material und befinden uns auch hier in einem stetigen Optimierungsprozess. Werden Produkte nicht verkauft oder weisen sie kleine Mängel auf, werden diese nicht – wie bei anderen Unternehmen teilweise noch üblich – zerstört, sondern an Sozialeinrichtungen gespendet oder anderweitig in den Kreislauf zurückgegeben.
Für uns steht nicht nur das Produkt und die Umwelt im Fokus, auch der Mensch ist für uns eine essenzielle und wertgeschätzte Säule des Unternehmens. Zu einer Übersicht all unserer Maßnahmen gelangen Sie hier.

Nachhaltigkeit: Nicht von heute auf morgen, aber stetig und bewusst

Nachhaltigkeit ist definitiv kein Thema, welches von heute auf morgen umgesetzt werden kann oder sollte. Denn: Eine bewusste und dafür langfristig zielführende Umstellung sollte hier der Weg sein. Gerne können Sie uns dabei begleiten, wir werden Sie auf diesem Blog stets über unsere Fortschritte informieren. Wenn Sie nun auch noch wissen möchten, wie man Fast Fashion vermeidet und nachhaltig shoppt, dann freuen Sie sich auf unseren kommenden Blogbeitrag.

Viele Grüße

Ihr CARL GROSS Team

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Wie bereits in unserem letzten Blogartikel verdeutlicht, geht Mode und Nachhaltigkeit nicht immer Hand in Hand. Insbesondere dann nicht, wenn es um Fast Fashion geht. Zuletzt hat das generelle Umdenken in unserer Gesellschaft das Thema Umwelt und Nachhaltigkeit in einen neuen Fokus gerückt. Man ist bemühter, kümmert sich mehr – wie kann man nun aber nachhaltiger shoppen? Mit dieser Frage beschäftigt sich unser heutiger Blogpost.
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