Die sieben wichtigsten Dresscodes für den Mann

Trotz aller Wahlfreiheit unterliegt Mode in einigen Bereichen Regeln. Oft gelten Dresscodes als unausgesprochener Konsens: der stillschweigende Kleider-Knigge. Manchmal müssen Sie sich jedoch auch ausdrücklich nach einem Dresscode richten.  Damit Sie sich stets für den richtigen Dress entscheiden, stellen wir Ihnen die sieben wichtigsten Dresscodes vor:

White Tie: der förmlichste aller Dresscodes

Wenn Ihnen dieser Dresscode noch nie untergekommen ist, müssen Sie sich nicht wundern. Nur selten ist die förmlichste aller Kleiderordnungen notwendig. Ganz besondere Abendveranstaltungen, wie der Wiener Opernball oder die Nobelpreisverleihung, erfordern den „vollen Gesellschaftsanzug“.

Ein Spielraum für individuelle Nuancen ist nicht vorhanden. Vorgeschrieben sind Frackjacke und -hose, dazu ein frisch gestärktes weißes Frackhemd. Darüber gehört eine Weste mit Revers und eine weiße Fliege.

Keine Frage, bei White-Tie-Events gilt es besonderes Augenmerk auf Feinheiten zu legen. Neben qualitativ hochwertigen Materialien ist der perfekte Sitz des Fracks Ehrensache. Statt Gürtel trägt man Hosenträger. Hohe, schwarze Kniestrümpfe verhindern Wadenblitzer und glänzende, frisch polierte Lackschuhe runden die perfekte Abendgarderobe ab.

Merkmal: Weiße Fliege

Damit liegen Sie richtig: Frack-Anzug (Frack, Frackhose, Weste und Frackhemd), schwarze Lackschuhe

Die passenden Accessoires: maximal eine Taschenuhr

Das sollten Sie vermeiden: individuelle Auslegung des Dresscodes

Black Tie: Festliche Abendgarderobe

Unwesentlich weniger glamourös fällt ein Black-Tie-Event aus. Statt des „vollen Gesellschaftsanzug“ kommt in der Oper, zur Gala oder zum Hochzeitsdinner nur der Smoking, der „kleine Gesellschaftsanzug“, zum Einsatz. Festlich wird es an diesem Abend – Smoking trägt man stets nach 18.00 Uhr – allemal.

Schwarz oder mitternachtsblau darf ein Smokingjacket sein. Das meist einreihige Sakko besitzt ein seidenbesetztes, steigendes Revers, oder wie der Carl Gross Smoking-Blazer „William“, einen Schalkragen. Die Smokinghose erkennen Sie am Galon, der die äußeren Längsnähte der Hosenbeine verdeckt. Er ist aus schwarzer Seide gearbeitet, die normalerweise zum Revers-Material des Smokingjackets passt. Auch die Smokinghose trägt man mit Hosenträgern.

Über das weiße Smokinghemd mit Kläppchen-Kragen und verdeckter Knopfleiste können Sie wahlweise eine passende Smokingweste oder Kummerbund tragen. In beiden Fällen gilt es Farbe und Material auf den Smoking beziehungsweise die Fliege abzustimmen. Schlussendlich fehlt der Star des Abends: die Fliege in Schwarz.

Der Black-Tie-Event lässt ihrem Auftritt zumindest einen kleinen Spielraum: wenn Sie sich gegen das klassische Einstecktuch aus feiner, weißer Seide entscheiden, sollten Sie ihre Alternative auf das Kleid Ihrer Begleiterin abstimmen. So kommen sie garantiert ohne Fauxpas über den roten Teppich.

Merkmal: Schwarze Fliege

Damit liegen Sie richtig: Smoking (Smokingjacket, Smokinghose, Smokinghemd), wahlweise Smokingweste oder Kummerbund, Oxfords auf Hochglanz poliert

Die passenden Accessoires: maximal Manschettenknöpfe und ein abgestimmtes Einstecktuch

Das sollten Sie vermeiden: individuelle Auslegung des Dresscodes

Black Tie Optional: Sie haben die Wahl

Ob Sie in Smoking oder in Anzug mit Krawatte erscheinen, ist bei dieser Abendveranstaltung Ihnen überlassen. Als elegante Alternativen stehen Ihnen der klassische schwarze Anzug mit Weste und Fliege, ebenso aber auch der feine, dunkle Anzug mit schmaler schwarzer Krawatte zur Wahl. Für alle Outfits gilt: Schwarze, hohe Socken und polierte Schuhe sind Pflicht!

Merkmal: auf jeden Fall in schwarz

Damit liegen Sie richtig: wahlweise Smoking oder klassischer, schwarzer Anzug mit schwarzer, schmaler Krawatte

Die passenden Accessoires: maximal Manschettenknöpfe und ein abgestimmtes Einstecktuch

Das sollten Sie vermeiden: Farbe ins Spiel zu bringen

Business Attire: Im Job perfekt gekleidet

Kompetenz, Autorität, Sorgfalt: Im Beruf vermittelt Ihre Kleidung wie sonst kaum für was Sie stehen und wie Sie Ihre Firma repräsentieren. Der erste Eindruck zählt besonders dann, wenn Sie viel Kundenkontakt haben.

Mit einem gut passenden, dunklen Anzug – bitte nicht in schwarz –, weißem Hemd und Krawatte sind Sie ideal gekleidet. Wer einen wichtigen Termin wahrnimmt, der trägt zusätzlich eine passende Weste.

Achten Sie beim Kauf der Kleidung, die sie im Job tragen, auf perfekten Sitz und gute Qualität. Sie fühlen sich nicht nur wohler in einem guten Anzug, Sie strahlen das auch aus – ein Pluspunkt für Ihren Auftritt.

Unser Black Line Business Anzug beispielsweise, ist ein echter Allrounder aus feinstem italienischen Cerruti-Stoff. Oder aber, sie wählen den Carl Gross Performance Anzug 37,5° in dunkelblau. Das hochtechnologische Material bewirkt, dass das Mikroklima zwischen Körper und Anzug konstant bei 37,5° bleibt – perfekt für den Job!

Die Farbwahl des Hemdes sollte nicht zu ausgefallen sein. Mit klassischem weiß liegen Sie nie daneben. Hellblau oder hellgrau sind schicke Alternativen. Auch in Sachen Krawatte ist elegante Zurückhaltung gefragt. Auffällige Muster, Prints oder grelle Farben sollten Sie nicht wählen.

Statt mit auffälligen Accessoires können Sie durch Ihre feine Auswahl auffallen. Zum Beispiel, wenn Schuhe, Tasche und Gürtel zusammenpassen. Das edle Gesamtbild zählt!

Merkmal: Krawatte ist ein Muss

Damit liegen Sie richtig: Anzug in dunkelgrau, anthrazit, dunkelblau oder schwarz; ggf. mit Nadelstreifen, weißes oder leicht getöntes Hemd und dunklere Krawatte, dunkle Schnürschuhe (Brogues, Derbys oder Oxfords)

Die passenden Accessoires: Manschettenknöpfe oder eine flache Uhr, schlichter, schwarzer Gürtel

Das sollten Sie vermeiden: kombinieren Sie nie mehr als zwei Farben und Muster

Business Casual

Auf Geschäftsreisen, bei einem Geschäftsessen oder einem Tag im Büro geht es gelegentlich lockerer zu. Der Business Casual Dresscode erlaubt Ihnen deshalb eine etwas entspanntere Kleiderwahl und ist weniger förmlich als der Business Attire. Dennoch sollte ihr Auftritt edel und repräsentativ bleiben.

Die Krawatte können sie beispielsweise zu Hause lassen. Aber auch im Business Casual sind Sie mit einem Anzug gut beraten. Ebenso haben Sie bei der Wahl Ihrer Schuhe größere Freiheit.

Grundsätzlich gilt: Ihr Auftreten sollte im Business Casual nach wie vor edel und gepflegt wirken. Das erreichen Sie, indem sie qualitativ hochwertige Business-Basics und legerere Kleidungsstücke gezielt und passend kombinieren. Zu sportlich oder zu bunt sollte es allerdings nicht werden.

Merkmal: Businesskleidung in Kombination mit ausgesuchten lässigeren Elementen

Damit liegen Sie richtig: Anzug ohne Krawatte, helles Hemd, Schnürschuhe (Oxfords, Loafers)

Die passenden Accessoires: eine flache Uhr, Gürtel passend zu Schuhen und Tasche

Das sollten Sie vermeiden: auffällige Farben und Muster

Smart Casual

Beim Smart Casual Dresscode tritt der repräsentative Zweck oft in den Hintergrund. Ihnen erlaubt das, Ihre Persönlichkeit und Individualität deutlich mehr zu betonen. Kein Wunder, dass sich dieser Dresscode vor allem in kreativen Branchen als alltägliche Geschäftskleidung durchgesetzt hat.

Bei aller Casual-Lässigkeit darf die Eleganz nicht verloren gehen. Nutzen Sie die Freiheit der Kleiderwahl besser, um hochwertige Stücke abwechslungsreich und individuell zu kombinieren!

Ein Basic-Sakko wie unser Steven in dunkelblau kombiniert mit einem hellen Hemd, passender Chino und Gürtel ist unsere Empfehlung. Ein Einstecktuch können Sie abgestimmt auf die Hemdenfarbe wählen.

Zur kalten Jahreszeit sind außerdem feine Pullover wie der V-Neck Pullover CG Didrick über dem Hemd eine gute Alternative zum Sakko.

Auch die Schuhwahl darf lässiger, wenn auch nicht ganz sportlich, ausfallen. Außer Turnschuhen und allzu sportlichen Sneakers, steht Ihnen die Wahl frei.

Merkmal: Lässigere Elemente in Kombination mit Business-Kleidung

Damit liegen Sie richtig: Sakko oder Blazer, Hemd, einfarbig oder mit dezentem Muster, Stoffhose, elegante Schuhe (Oxfords, Loafers, Slipper).

Die passenden Accessoires: stilvoller Gürtel passend zu Schuhen und Tasche, Herrenuhr, Einstecktuch

Das sollten Sie vermeiden: zu auffällige Farben und Muster

Casual

Erlaubt ist, was zu Ihnen passt! So könnte man den Dresscode „Casual“ in Kurzform umschreiben. Locker und zwanglos soll die Kleidung sein. Bitte aber stets gepflegt und gerne mit einem Hauch von Eleganz!

Jeans und T-Shirt sind für Casual-Auftritte ebenso passend wie Stoffhosen und Poloshirts. Dem individuellen Auftritt sind wenig Grenzen gesetzt. Jeans, T-Shirt und Sakko oder T-Shirt und Weste wirken eleganter. Stoffhose und T-Shirt oder ein Two-Tone Pullover ungezwungener. Akzente dürfen durch Socken, Schuhe oder Accessoires gesetzt werden.

Doch Vorsicht: der Samstags-Schlabber-Look, kurze Hosen oder Flip-Flops bleiben besser in den eigenen vier Wänden. Auch zu ausgefallene Prints oder Farbwahl sollten Sie vermeiden.

Merkmal: zwanglose Kleidung, hochwertig und sorgfältig ausgewählt

Damit liegen Sie richtig: individuell und zu Ihnen passender Look hoher Qualität.

Die passenden Accessoires: alles, was passt und womit Sie sich wohlfühlen

Das sollten Sie vermeiden: Schlabberlook und ungepflegtes Auftreten

Come as you are

„Come as you are“ ist im engeren Sinne kein Dresscode. Gerade im Business-Bereich werden Sie gelegentlich dazu aufgefordert „so zu kommen, wie Sie sind“, so die wörtliche Übersetzung. Beispielsweise zum Drink nach Feierabend. Erwartet wird, dass Sie die Veranstaltung direkt nach Büroschluss in Businesskleidung besuchen. Je nach Branche sollten Sie im branchenüblichen passenden Dresscode erscheinen und sich gegebenenfalls natürlich umziehen.

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2018-06-07T10:37:14+00:00